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Ardennen-Marsch


Allgemeine Eckdaten

Bezeichnung
De Europese Mars van de Herdenking en de Vriendschap (EMHV)
(Europäischer Marsch des Gedenkens und der Freundschaft)

Ort
Marche-en-Famenne / Belgische Ardennen

Termin
gemäß Einladung; meistens Ende Juni

Marschleistung
an vier Tagen jeweils wahlweise 32 oder 15 km

Thematik
Vier-Tage-Distanzmarsch mit einer täglichen Marschleistung von 32 km, der in einem stark hügeligem Gelände und überwiegend auf teilweise steinigen Waldwegen durchgeführt wird.
Marsch zum Gedenken der Gefallenen der Ardennenschlacht
internationale Völkerverständigung
Gedenkveranstaltungen und Kranzniederlegungen an den Ehrenmalem der Deutschen, Belgier, Amerikaner, Engländer und Franzosen

Teilnehmer militärische Marschgruppen und zivile Wanderer verschiedener Nationen

Teilnehmerzahl
mehrere tausend Teilnehmer

Teilnahmegebühr
s. Tabelle unten

Kontakt
Anschrift Secrétariat Marche Européenne du Souvenir et de l’Amitié
7Bde Mécanisée- Camp Roi Albert
6900 Marche-en-Famenne
Telefon +32 - 84 / 32 60 17
Fax +32 - 84 / 32 21 57
E-Mail officer.mesa@ping.be

Webadresse
http://www.mil.be/armycomp/mesa/index.asp?LAN=E


Teilnahmegebühren
Nr. Bezeichnung 4 Tage 3 Tage 2 Tage 1 Tag Leistungen
1 All-in MESA or Mini-MESA 50,00 € 37,50 € 25,00 € 12,50 € Unterkunft, Verpflegung, Transport, Teilnahme, Steckenversorgung
2 Independent accommodation 50,00 € 37,50 € 25,00 € 12,50 € Verpflegung, Transport, Teilnahme, Steckenversorgung
3 Transportation 25,00 € 18,75 € 12,50 € 6,25 € Transport, Teilnahme, Steckenversorgung
4 Visitor 40,00 € 30,00 € 20,00 € 10,00 € Unterkunft, Verpflegung
5 Totally independent 16,00 € 12,00 € 8,00 € 4,00 € Teilnahme, Streckenversorgung
6 Independent Mini-MESA 16,00 € 12,00 € 8,00 € 4,00 € Transport, Teilnahme, Streckenversorgung

 

Ausschreibungsdaten der Deutschen Bundeswehr

Ausschreibungsblatt Nr.
301-M-IBA

Teilnehmer
Reservisten der Bundeswehr mit guten Marschleistungen

Anzahl
mindestens 20, höchstens 50 Teilnehmer

Voraussetzungen
gute Marschleistungen
Marschtraining wird dringend empfolen

Leitung / Durchführung
WBK II / VBK 31
Marche Européenne du Souvenir et de l’Amitié (MESA)

Bekleidung / Ausrüstung
gemäß Richtlinien für Bekleidung (allg. Umdruck 37/3) Nr. 10216
es ist einheitlich der Feldanzug, Tarndruck zu tragen
Teilnehmer, die noch nicht mit Feldanzug, Tarndruck ausgestattet sind, haben diesen leihweise zu empfangen
 
Rucksack, Schlafsack, Iso-Matte, Eßbesteck, Eßgeschirr

Weiteres
Platzzuteilung durch WBK II / VBK 31
die entsendenden Dienststellen haben die Teilnehmer über den geschichtlichen Hintergrund in angemessener Weise zu informieren

 

Weitere Informationen

Marschroute
Die verschiedenen Marschrouten führen durch das Gebiet der Deutschen Ardennenoffensive anno 1944. Start- und Zielorte sind die größten Stadte in diesem Gebiet: Arlon, Martelange, Harlange, Bastogne, Houffalize, La Roche ... Die einzelnen Marschrouten sind abhängig davon, für welches Camp man sich entscheidet, in dem man untergebracht werden möchte. Es gibt diverse Geradeaus- und Rundparcourstrecken. Ein Transportservice wird angeboten (s. Teilnahmegebühren).

Unterbringung
In den Zielstädten werden vom Organisationskomitee Lager zur Verfügung gestellt. Hat man einen "Tarif" mit Unterbringung gewählt, so kann man entweder in einem gestellten Militärzelt nächtigen, in einer Sporthalle oder im eigenen Wohnwagen, Zelt, ...

 

Historischer Hintergrund

Der Westwall machte die Eifel 1944/45 bei der sogenannten Ardennenoffensive zu einem blutigen Kriegsschauplatz. Als im September 1944 die alliierten Truppen die Westgrenze des Deutschen Reichs erreichten, blieb die Front stehen. Zum einen wurde seitens der Alliierten die Verteidigungskraft des Westwalls überschätzt, zum anderen war es Strategie des amerikanischen Generals Eisenhauers, erst dann auf breiter Front vorzurücken, wenn der Nachschub gesichert war.
Der Vormarsch der Alliierten Truppen an der Westfront durch Nord-Frankreich und Belgien kam Ende 1944 auf der Linie Scheldemündung und ehemaliger Reichsgrenze wegen Unstimmigkeiten über das weitere Vorgehen zwischen den Generälen Eisenhower und Montgomery ins Stocken. Adolf Hitler gab daraufhin am 12.Dezember den Befehl zum lange vorbereiteten "Unternehmen Wacht am Rhein", das als Ardennenenoffensive in die Geschichte des Zweiten Weltkriegs eingegangen ist.
Auf einer Frontlänge von 100 Kilometern zwischen Echternach und Monschau traten am 16.Dezember 1944 deutsche Verbände zur Gegenoffensive an. 240.000 deutschen Soldaten mit 420 Panzern und 1.900 Artilleriegeschützen gingen gegen 83.000 britische und amerikanische Soldaten mit 700 Panzern, 400 Artilleriegeschützen und überlegenen Luftstreitkräften in die Gegenoffensive. Unterstützt wurden Hitlers letzte Reserven bei ihrer Operation durch das schlechte Wetter in der Eifel, das die alliierte Lufthoheit wesentlich einschränkte. In fünf Stoßkeilen gelang es den deutschen Truppen zunächst, schnell Raum zu gewinnen. Doch der Mangel an Munition und Treibstoff stoppte die Großoffensive. Die Zerstörung der Nachschublinien durch alliierte Bombenangriffe, die Weihnachten 1944 systematisch Bahnstationen und Bahnlinien im Eifler Hinterland bombardierten, führten am 8. Januar 1945 zum Rückzugsbefehl. Am 16. Januar standen die deutschen Verbände wieder in ihren Ausgangsstellungen. Beide Seiten beklagten hohe Verluste. 20.000 Tote, 40.000 Vermißte und 80.000 Verwundete sowie große Verluste in der Zivilbevölkerung waren die traurige Bilanz des letzten Aufbäumens deutscher Truppen an der Westfront.


 


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