| Allgemeine Eckdaten |
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| Bezeichnung | Sagamarsjens |
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| Ort | Verdal / Norwegen |
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| Termin | Jedes Jahr am letzten Wochenende im August |
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| Marschleistung |
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| Thematik | • |
Volksmarsch auf den Spuren des norwegischen
Königs "Olav der Heilige". |
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einmalige Naturschönheiten, wie
z.B. ein grandioses Hochmoor |
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Kontaktaufnahme zur norwegischen Armee,
Heimwehr und zivilbevölkerung |
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Abschlußfeierlichkeiten |
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| Teilnehmer | militärische Marschgruppen und zivile Wanderer verschiedener Nationen | ||||||||||
| Teilnehmerzahl | rund 3.000 |
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| Teilnahmegebühr |
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| Kontakt |
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| Webadresse | |||||||||||
| Ausschreibungsdaten
der Deutschen Bundeswehr |
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| Ausschreibungsblatt Nr. | 310-M-IBA |
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| Teilnehmer | Reservisten der Bundeswehr aus Wehrbereich
I |
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| Anzahl | 36 Plätze in Marschgruppen von 6
Personen |
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| Voraussetzungen | • |
hohe körperliche Leistungsfähigkeit |
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nachgewiesenes Marschtraining |
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erfolgreiche Teilnahme an den befohlenen Auswahlmärschen |
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| Leitung / Durchführung | • |
WBK I Küste / VBL 11 |
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Sagamarsjens Hovedkomité | |
| Bekleidung / Ausrüstung | • |
gemäß Richtlinien für Bekleidung
(allg. Umdruck 37/3) Nr. 10216 |
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es ist einheitlich der Feldanzug, Tarndruck zu tragen |
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Teilnehmer, die noch nicht mit Feldanzug, Tarndruck
ausgestattet sind, haben diesen leihweise zu empfangen |
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| Weiteres | • |
Platzzuteilung durch WBK I Küste |
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Bei freier Kapazität können nach Rücksprache
mit dem Leit-WBK / -VBK auch Teilnehmer aus anderen Wehrbereichen gemeldet
werden. |
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Vorbereitungs- und nachweispflichtige Auswahlmärsche
erfolgen im Rahmen von DVags unter FF WBK I. |
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| Weitere
Informationen |
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| Diverses | • |
Der Saga-Marsch ist Skandinaviens nördlichste
internationale Marschveranstaltung. Verdal liegt ca. 80 km nördlich
von Trondheim. |
| • |
Die Marschstrecke führt durch das örtliche
Berggebiet, das Grenzgebiet zu Schweden und das Verdal-Tal. |
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| • |
Die Marschrouten und Startorte richten sich nach
der zu marschierenden Strecke. |
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| • |
Die Routen führen über asphaltierte Straßen
(eine seltenheit in Skandinavien), Stein-, Wald- und Moorwege, aber auch
über Rentier-Pfade. |
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| • |
Auf den Marschrouten sind diverse Versorgungsstände
zu finden, an denen man preisgünstig Milch, Kaffee, Tee, Früchte,
Brot, Fleisch und Getränke kaufen kann. Für Erste Hilfe und
sanitäre Anlagen (nur eingeschränkt) ist gesorgt. |
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| • |
Ein Marschteam muß aus mindestens 10 Teilnehmern
(incl. des Führers) bestehen. |
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| Regelungen | • |
Alle Teilnehmer sind angehalten, sich auf den Wegen
und Straßen stets rechts zu halten. |
| • |
Die von den Wanderen benutzten Straßen dürfen
nicht mit motorisierten Vehikeln befahren werden. |
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| • |
Für Abfälle stehen Containern an den Rastplätzen
bereit. |
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| • |
Im Wald und im Moor gilt Rauchverbot. |
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| • |
Das Mitführen von Radios und anderen Lärmemittenten
ist nicht erwünscht. |
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| • |
Das Äußern von politischen Meinungen sollte
vermieden werden. |
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| Unterbringung | In Sul (Ziel aller Marschrouten) wird
ein Zeltlager errichtet. Dort kann man auch mit seinem eigenem Wohnwagen
oder Zelt residieren. Desweiteren stehen in der Umgebung auch mehrere
Hotels zur Verfügung. Militärische Marschieren können ebenfalls im Zeltlager in Sul nächtigen oder aber auch in der Kaserne von Verdal |
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| Historischer
Hintergrund |
Das Ende der Frühgeschichte Norwegens wird,
historisch betrachtet, mit dem Auftreten der Wikinger gleichgesetzt. Letzteres
wird geschichtswissenschaftlich mit dem Überfall auf das Benediktiner-Kloster
"Lindesfarne" an der englischen Ostküste (Holy Island)
am 08.06.783 gleichgesetzt. Die Wikinger sollten bis zum Jahre 1050 in
Europa herrschen. Vielfach herrscht auch heute noch die Meinung, die Wikinger
seien ein babarisches, kriegerisches Volk gewesen, welches mordend, plündernd
und brandschatzend als Schreckgespenst in Europa umherging. Zweifelsfrei
ist dies natürlich richtig, aber dieses Volk hatte auch eine weitentwickelte
Kultur, sowie bemerkenswerte nautische Fähigkeiten und Kenntnisse
(z.B. Entdeckung Islands, Grönlands und Amerikas). Einer dieser seefahrenden und plündernden Wikinger nannte sich Olav Haraldsson. Er war in Gardarike aufgewachsen, wo seine Schwägerin den Großfürsten Jaroslaw von Nowgorod geheiratet hatte - vielleicht daher seine Ambitionen, mehr erreichen zu wollen: Im Jahre 1015 wurde er als Olav II. zum König von Norwegen gekrönt. Auch in der Herrschaftszeit König Olavs spiegeln sich seine prägenden Kindheits- und Jugendtage wider: auf der einen Seite die verwandtschaftliche Beziehung zu den vornehmen Herrschaftshäusern Europas, auf der anderen Seite seine Kriegerzeiten. So herrschte Olav als christlicher König und führte die von seinem Vorgänger (Olav Tryggvason) begonnenen Werke der Innen- undAußenpolitik konsequent fort. Allerdings tat er dies sehr autoritär und teilweise mit brutalster Gewalt. 1028 vertrieb ihn der Dänenkönig Knud aus dem Land. Olav ging zu seinem Schwager, dem Großfürsten Jaroslaw, ins Exil nach Gardarike. Nachdem er wieder eine kleine Schar von Anhängern um sich gesammelt hatte, kehrte er zurück, um den Kampf mit den übermächtigen Feudalherren wieder aufzunehmen; er stieß jedoch mit seinen Leuten in der Nähe des Gutshofs Stiklesstad, nördlich von Trondheim, auf seine Feinde und fiel dort am 29. Juli 1030. Sein Leichnam wurde heimlich an den Ufern des Nidelv bei Trondheim begraben. Im August 1031 wurde seine kaum verweste Leiche exhumiert und ehrenvoll in der Kirche zu Nidaros beigesetzt. Sein Tod brachte ihm posthumen Sieg: Gerüchte über eine wundersame Heilung machten den König zum Märtyrer und zum Symbol der nationalen Freiheit und Einheit. Erst posthum wurde er zum Nationalheiligen Norwegens erklärt. Nur wenige Jahre nach dem Tod des Königs wurden in vielen Orten Europas und selbst in Konstantinopel Kirchen nach ihm benannt. Eine der bemerkenswertesten war die nur wenige Jahrzehnte nach seinem Tod erbaute Kirche von Nowgorod (das damals in Skandinavien Holmgärd hieß). Diese Kirche barg die Reliquien des Heiligen und gehörte während des gesamten germanischen und nordischen Mittelalters zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten. Die Regentschaft Olavs ist von immanenter Bedeutung für die Geschicht Norwegens: Das Königreich rückte näher an Westeuropa, das Feudalsystem, das die Macht auf Krone, Klerus und Adel verteilte, wurde eingeführt, und man blickte auf ein stattliches Königkreich, welches die Färöer-, Shetland- und Orkney-Inseln, die Hebriden und die Isle of Man umfasste. |
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