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Saga-Marsch


Allgemeine Eckdaten

Bezeichnung
Sagamarsjens

Ort
Verdal / Norwegen

Termin
Jedes Jahr am letzten Wochenende im August

Marschleistung
Samstag 35, 25 oder 11 km Reguläre Distanz: 25 + 20 km
Sonntag 35, 20 oder 10 km

Thematik
Volksmarsch auf den Spuren des norwegischen Königs "Olav der Heilige".
einmalige Naturschönheiten, wie z.B. ein grandioses Hochmoor
Kontaktaufnahme zur norwegischen Armee, Heimwehr und zivilbevölkerung
Abschlußfeierlichkeiten

Teilnehmer militärische Marschgruppen und zivile Wanderer verschiedener Nationen

Teilnehmerzahl
rund 3.000

Teilnahmegebühr
  Erwachsene Kinder
2 Tage 70,- NOK 40,- NOK
1 Tag 50,- NOK 30,- NOK

Kontakt
Anschrift Sagamarsjen Secretariate
Sagamarsjen, Bruem
7711 Steinkjer
Telefon +47 - 74 14 39 50    (Vorsitzender des Organisationskommitees)
+31 - 2 43 58 43 58 (leitender Offizier für Mitteleuropa)
E-Mail sagamarsjen@scandinavie.org (leitender Offizier)

Webadresse
http://www.scandinavie.org/sagamarsjen/english.html

 

Ausschreibungsdaten der Deutschen Bundeswehr

Ausschreibungsblatt Nr.
310-M-IBA

Teilnehmer
Reservisten der Bundeswehr aus Wehrbereich I

Anzahl
36 Plätze in Marschgruppen von 6 Personen

Voraussetzungen
hohe körperliche Leistungsfähigkeit
nachgewiesenes Marschtraining
erfolgreiche Teilnahme an den befohlenen Auswahlmärschen

Leitung / Durchführung
WBK I Küste / VBL 11
Sagamarsjens Hovedkomité

Bekleidung / Ausrüstung
gemäß Richtlinien für Bekleidung (allg. Umdruck 37/3) Nr. 10216
es ist einheitlich der Feldanzug, Tarndruck zu tragen
Teilnehmer, die noch nicht mit Feldanzug, Tarndruck ausgestattet sind, haben diesen leihweise zu empfangen

Weiteres
Platzzuteilung durch WBK I Küste
Bei freier Kapazität können nach Rücksprache mit dem Leit-WBK / -VBK auch Teilnehmer aus anderen Wehrbereichen gemeldet werden.
Vorbereitungs- und nachweispflichtige Auswahlmärsche erfolgen im Rahmen von DVags unter FF WBK I.

 

Weitere Informationen

Diverses
Der Saga-Marsch ist Skandinaviens nördlichste internationale Marschveranstaltung. Verdal liegt ca. 80 km nördlich von Trondheim.
Die Marschstrecke führt durch das örtliche Berggebiet, das Grenzgebiet zu Schweden und das Verdal-Tal.
Die Marschrouten und Startorte richten sich nach der zu marschierenden Strecke.
Die Routen führen über asphaltierte Straßen (eine seltenheit in Skandinavien), Stein-, Wald- und Moorwege, aber auch über Rentier-Pfade.
Auf den Marschrouten sind diverse Versorgungsstände zu finden, an denen man preisgünstig Milch, Kaffee, Tee, Früchte, Brot, Fleisch und Getränke kaufen kann. Für Erste Hilfe und sanitäre Anlagen (nur eingeschränkt) ist gesorgt.
Ein Marschteam muß aus mindestens 10 Teilnehmern (incl. des Führers) bestehen.

Regelungen
Alle Teilnehmer sind angehalten, sich auf den Wegen und Straßen stets rechts zu halten.
Die von den Wanderen benutzten Straßen dürfen nicht mit motorisierten Vehikeln befahren werden.
Für Abfälle stehen Containern an den Rastplätzen bereit.
Im Wald und im Moor gilt Rauchverbot.
Das Mitführen von Radios und anderen Lärmemittenten ist nicht erwünscht.
Das Äußern von politischen Meinungen sollte vermieden werden.

Unterbringung
In Sul (Ziel aller Marschrouten) wird ein Zeltlager errichtet. Dort kann man auch mit seinem eigenem Wohnwagen oder Zelt residieren. Desweiteren stehen in der Umgebung auch mehrere Hotels zur Verfügung.
Militärische Marschieren können ebenfalls im Zeltlager in Sul nächtigen oder aber auch in der Kaserne von Verdal

 

Historischer Hintergrund

Das Ende der Frühgeschichte Norwegens wird, historisch betrachtet, mit dem Auftreten der Wikinger gleichgesetzt. Letzteres wird geschichtswissenschaftlich mit dem Überfall auf das Benediktiner-Kloster "Lindesfarne" an der englischen Ostküste (Holy Island) am 08.06.783 gleichgesetzt. Die Wikinger sollten bis zum Jahre 1050 in Europa herrschen. Vielfach herrscht auch heute noch die Meinung, die Wikinger seien ein babarisches, kriegerisches Volk gewesen, welches mordend, plündernd und brandschatzend als Schreckgespenst in Europa umherging. Zweifelsfrei ist dies natürlich richtig, aber dieses Volk hatte auch eine weitentwickelte Kultur, sowie bemerkenswerte nautische Fähigkeiten und Kenntnisse (z.B. Entdeckung Islands, Grönlands und Amerikas).
Einer dieser seefahrenden und plündernden Wikinger nannte sich Olav Haraldsson. Er war in Gardarike aufgewachsen, wo seine Schwägerin den Großfürsten Jaroslaw von Nowgorod geheiratet hatte - vielleicht daher seine Ambitionen, mehr erreichen zu wollen: Im Jahre 1015 wurde er als Olav II. zum König von Norwegen gekrönt. Auch in der Herrschaftszeit König Olavs spiegeln sich seine prägenden Kindheits- und Jugendtage wider: auf der einen Seite die verwandtschaftliche Beziehung zu den vornehmen Herrschaftshäusern Europas, auf der anderen Seite seine Kriegerzeiten. So herrschte Olav als christlicher König und führte die von seinem Vorgänger (Olav Tryggvason) begonnenen Werke der Innen- undAußenpolitik konsequent fort. Allerdings tat er dies sehr autoritär und teilweise mit brutalster Gewalt.
1028 vertrieb ihn der Dänenkönig Knud aus dem Land. Olav ging zu seinem Schwager, dem Großfürsten Jaroslaw, ins Exil nach Gardarike. Nachdem er wieder eine kleine Schar von Anhängern um sich gesammelt hatte, kehrte er zurück, um den Kampf mit den übermächtigen Feudalherren wieder aufzunehmen; er stieß jedoch mit seinen Leuten in der Nähe des Gutshofs Stiklesstad, nördlich von Trondheim, auf seine Feinde und fiel dort am 29. Juli 1030. Sein Leichnam wurde heimlich an den Ufern des Nidelv bei Trondheim begraben. Im August 1031 wurde seine kaum verweste Leiche exhumiert und ehrenvoll in der Kirche zu Nidaros beigesetzt. Sein Tod brachte ihm posthumen Sieg: Gerüchte über eine wundersame Heilung machten den König zum Märtyrer und zum Symbol der nationalen Freiheit und Einheit. Erst posthum wurde er zum Nationalheiligen Norwegens erklärt. Nur wenige Jahre nach dem Tod des Königs wurden in vielen Orten Europas und selbst in Konstantinopel Kirchen nach ihm benannt. Eine der bemerkenswertesten war die nur wenige Jahrzehnte nach seinem Tod erbaute Kirche von Nowgorod (das damals in Skandinavien Holmgärd hieß). Diese Kirche barg die Reliquien des Heiligen und gehörte während des gesamten germanischen und nordischen Mittelalters zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten.
Die Regentschaft Olavs ist von immanenter Bedeutung für die Geschicht Norwegens: Das Königreich rückte näher an Westeuropa, das Feudalsystem, das die Macht auf Krone, Klerus und Adel verteilte, wurde eingeführt, und man blickte auf ein stattliches Königkreich, welches die Färöer-, Shetland- und Orkney-Inseln, die Hebriden und die Isle of Man umfasste.

10 NOK sind ca. 1,20 €


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